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Wort-Gottes-Dienst

Telefongottesdienst vom 7. Juni 2020

Herzlich Willkommen beim Telefongottesdienst.
Wir feiern heute gemeinsam einen Wort-Gottes-Dienst.
Wir werden ca. eine Stunde zusammen feiern.

Begrüßung

Heute feiern wir Dreifaltigkeitssonntag, auch Trinitatis genannt.
Der Dichter und Theologe Kurt Marti hat einmal gesagt:

"Trinitatis ist das Fest der geselligen Gottheit."

Was für ein schöner Gedanke!
Ein Gott, der nicht einsam und unnahbar in der Höhe sitzt,
sondern der schon in sich selbst Beziehung ist.

Und der nach Beziehung sucht – auch zu uns Menschen.
Werden wir ruhig zu Beginn dieser Telefon-Feier.

Öffnen wir uns für diese Geselligkeit mit Gott in den nächsten 50 Minuten.
Öffnen wir uns für die Geselligkeit mit den Menschen,
die mit uns zusammen Wortgottesdienst feiern an ihren Telefonen.

Gut, dass wir einander haben.

aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth

Lesung

Schwestern und Brüder,
freut euch,
kehrt zur Ordnung zurück,
lasst euch ermahnen,
seid eines Sinnes,
haltet Frieden!

Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.
Grüßt einander mit dem heiligen Kuss!
Es grüßen euch alle Heiligen.

Die Gnade des Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit euch allen!

Fürbitten

Guter Gott, geselliger Gott.
Wir haben gehört von der Vielfalt, die Du bist,
der Beziehung, die du uns anbietest.
In den Momenten, in denen Beziehung gelingt, sind wir lebendig,
spüren wir Deine Gegenwart und Freundschaft.
Voller Sehnsucht nach gelungenen Beziehungen
bringen wir unsere Bitten vor Dich.

Momente, in denen wir Grenzen spüren, in uns selbst und um uns herum;
Momente, in denen wir uns um uns selbst drehen, die Richtung verlieren,
unsere Begleiter oder auch die Menschen, die uns brauchen,
nicht wahrnehmen;
Momente, in denen viele einzelne Schritte nötig sind,
bevor ein Stück Weg entstehen kann:

Wandle sie in Weite. Herr erbarme dich. (2x)

Momente, in denen wir uns schwach und verlassen fühlen;
Momente der Überforderung, in denen wir uns kaum sammeln können,
mutlos sind und nicht weiter wissen,  in denen wir nicht zu uns selbst finden;
Momente, in denen wir Ohnmacht spüren und ahnen,
dass wir sie im Vertrauen auf Deine Gegenwart
durchleben und überwinden können.

Wandle sie in Weite. Herr erbarme dich. (2x)

Momente, in denen unser Zutrauen abnimmt und Ängstlichkeit stärker wird;
Momente, in denen es uns während der Nachrichten
einfach nur kalt den Rücken runter läuft.

Wandle sie in Weite. Herr erbarme dich. (2x)

Momente, in denen wir uns wieder treffen wollen, ganz normal, mit anderen;
Momente, in denen ein neues Miteinander möglich wird.

Wandle sie in Weite. Herr erbarme dich. (2x)

Wandle in uns all das, was uns klein und einsam macht und
lass uns immer mehr Beziehung mit Dir und in Dir wagen und erfahren.
Darum bitten wir heute und alle Tage.
Amen

Aus: Kurt Marti (2004): "Die gesellige Gottheit. Ein Diskurs", Radius-Verlag Stuttgart

Meditation

Der gesellige Gott

Am Anfang also Beziehung.
Am Anfang: Rhythmus.
Am Anfang: Geselligkeit.
Und weil Geselligkeit: Wort.

Und im Werk, das sie schuf,
suchte die gesellige Gottheit sich
neue Geselligkeiten.

Weder Berührungsängste
noch hierarchische Attitüden.

Eine Gottheit, die vibriert
vor Lust, vor Leben.

Die überspringen will
auf alles,
auf alle.

Schlussgebet

Herr unser Gott,

in Dir leben wir, bewegen wir uns und sind wir.
In Deiner geselligen Gottheit,
im lebendigen Miteinander in Dir,
ist Platz für uns alle.

Wir danken Dir, dass wir mit Dir in Beziehung sind
und untereinander an vielen Orten in diesem Telefongottesdienst.

Hilf uns, aus diese Miteinander unsere Beziehungen zu gestalten,
in dieser neuen Woche und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.
Amen.

Wochenaufgabe

Wir wollen euch eine neue Wochenaufgabe mitgeben,
nämlich die Frage:

Wie haben sich meine / unsere Beziehungen in den vergangenen Wochen verändert?
Welche Beziehungen will ich intensivieren?

Schlusslied