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Im Radio am Pfingstsonntag und per Telefon am Pfingstmontag

Pfingstgottesdienst

Herzlich Willkommen beim Telefongottesdienst.
Wir feiern heute gemeinsam einen Pfingstmontagsgottesdienst.
Wir werden ca. eine Stunde zusammen feiern.

Kyrie

Jesus Christus, wir spüren deinen Geist,
in allen Menschen, die angesichts von Krisen und Katastrophen nicht sprachlos bleiben und sich für eine lebensfreundliche Welt einsetzen.
Kyrie eleison

Jesus Christus, wir spüren deinen Geist
In den vielen fantasievollen Antworten auf die aktuellen Herausforderungen, die Menschen helfen, den Mut nicht zu verlieren.
Christe eleison

Gebet

Gott,
durch das Geheimnis des heutigen Tages
heiligst du deine Kirche
in allen Völkern und Nationen.

Erfülle die ganze Welt
mit den Gaben des Heiligen Geistes
und was deine Liebe
am Anfang der Kirche gewirkt hat,
das wirke sie auch heute
in den Herzen aller, die an dich glauben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

aus der Apostelgeschichte

Lesung

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war,
waren alle zusammen am selben Ort.

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.

Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.

In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;
denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

Sie waren fassungslos vor Staunen
und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:

Parther, Meder und Elamíter,
Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien,
von Pontus und der Provinz Asien,

von Phrýgien und Pamphýlien,
von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten,

Juden und Proselýten,
Kreter und Áraber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Evangelium

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden
bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen:

Friede sei mit euch!

Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen:

Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat so sende ich euch.

Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen:

Empfangt den Heiligen Geist!
Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Fürbitten

Gott unseres Lebens, wir glauben, dass Du unsere Sprache sprichst.
In diesem Vertrauen bitten wir Dich:

Für alle, die gerade jetzt gerne mit jemandem sprechen würden.
Für alle, die neue Formen suchen, um miteinander in Kontakt zu kommen.
Für alle, die noch nicht so gut zurechtkommen
mit den neuen Kommunikationsmitteln.
Für alle, die geduldig helfen mit den sozialen Medien umgehen zu lernen.

Ruf: Komm, heiliger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.

Für alle, deren Sprache provoziert und spaltet.
Für alle, die genau hinhören,
sich einfühlen und ausgewogen sprechen und handeln.
Für alle, die sich nicht mehr verstehen.
Und für alle, die neue Wege zueinander suchen, finden und gehen.

Ruf: Komm, heiliger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.

Für alle, denen es die Sprache verschlägt angesichts von Gewalt auf Schulhöfen,
angesichts der Überfüllung von Flüchtlingslagern,
angesichts der Auswirkungen der Klimakrise weltweit.
Für alle, deren Worte Krisen und Herausforderungen beim Namen nennen
und so Lösungswege anbahnen.

Ruf: Komm, heiliger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.

Für alle, deren Sprache in der Corona-Krise herber
und deren Stimmen lauter und rechthaberischer werden.
Für alle, die weiterhin Abstand halten und Masken tragen,
und so die unaufdringliche Sprache der Rücksicht und Solidarität wagen.

Ruf: Komm, heiliger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.

Für unsere Verstorbenen und für die, die um sie trauern.
Für alle, die nach Worten suchen, die helfen und trösten.

Ruf: Komm, heiliger Geist, mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft.

Wir danken Dir, Gott, denn Du verstehst uns durch und durch.
Im Geist der Liebe verbindest Du uns mit Dir und untereinander,
heute und in Ewigkeit.
Amen.

Meditation

Lass wehen Gott!            
Regenwolken in vertrocknete Seelen,
Zugluft durch verstaubte Gedanken,
zarten Hauch allen Verliebten
und Sturm durch alles wohl Geordnete.

Lass wehen, Gott, wo du willst!
und kümmere dich nicht um den Wetterbericht,
der nur Sonnenschein ankündigen will
in einer Welt voll Unrecht und Trübsal,
voller Hass und Tod.

Lass wehen, Gott, und reiß uns mit!
Wirf uns um!
Zeig uns Leben!
Und begeistere uns!

(Christoph Breit)

 

Lass es wehen, Gott, und schick uns deinen Heiligen Geist,
ihn bitten wir:

Heiliger Geist, Atem Gottes durchwehe mich,
    dass ich aufstehe, wo gemobbt wird,
    dass ich handle, wo man wegschaut,
    dass ich rede, wo man kuscht,
    dass ich schweige, wo man schwätzt,
    dass ich denke, wo man funktioniert,
    dass ich tanze, wo man im Gleichschritt marschiert,
    dass ich echt bin, in allem, was ich tue,
    dass ich lebe, was ich glaube. Amen.

Schlussgebet

Gott,
hier sind wir.

Gemeinsam und doch weit entfernt voneinander.
Diese Zeit ist voller Herausforderungen, Verzweiflung oder Angst.
In diese Zeit hinein sendest du deinen Heiligen Geist,
der uns Hoffnung, Kraft und Mut gibt.

Lass deinen Geist in uns weiterwirken,
den du am Pfingstfest den Apostel gesandt hast,
damit er uns zusammen bringt und stärkt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen.